Melike Özben gewinnt 1. Jugendkunstpreis

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Die Gewinnerinnen des 1. Jugendkunstpreises (von links): Marie-Elise Püschel („Objektkunst“), Tineke Petersohn (3. Platz), Sophia Stankewitz (2. Platz), Melike Özben (1. Platz) und Nele Dreyer („Objektkunst“).

33 Jugendliche aus dem gesamten Landkreis nahmen am 1. Jugendkunstpreis des Landschaftsverbandes Weser-Hunte e.V. teil. Am Sonntag, 28. April, fand die Preisverleihung im Foyer des Nienburger Theaters statt. Melike Özben aus Nienburg ist die Gewinnerin des mit 500 Euro dotierten Preises. Sophia Stankewitz aus Bolsehle belegt Platz Zwei und erhält 300 Euro. Tineke Petersohn aus Steyerberg schaffte es auf den mit 100 Euro dotierten dritten Platz. Der mit 300 Euro ausgelobte Sonderpreis „Objektkunst“ wurde geteilt. Marie-Elise Püschel und Nele Dreyer erhalten je 150 Euro.

In der Urteilsbegründung der Jury zum 1. Platz von Melike Özben heißt es auszugsweise: „Die aus vier Teilbildern gefügte Darstellung thematisiert die Beziehung Mensch-Maschine und greift die aktuelle Diskussion über künstliche Intelligenz auf. Sie variiert den alten Traum der Schaffung eines Menschen durch den Menschen – hier als humanoiden Roboter, dem noch nicht die Täuschung eines Androiden zu Eigen ist. In den vier inhaltlich und formal verknüpften Teilbildern wird eine comicspezifische Darstellungsweise mit tragender zeichnerisch-linearer Konturierung und Abstrahierung eingesetzt, um das anspruchsvolle und zum Teil auch stereotype figurative Repertoire in Szene zu setzen. (…)“

Mehr als 30 Jugendliche nahmen am 1. Jugendkunstpreis des Landschaftsverbandes Weser-Hunte e.V. teil.

Michael Duensing, Initiator des Preises und lokaler Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Weser-Hunte e.V., stellte in seiner Begrüßung heraus: „Das Thema Zukunft bedeutet, sich gedanklich mit Utopien, mit Visionen, aber insbesondere auch mit den realen Entwicklungen unseres Lebens und unserer Gesellschaft sowie mit den eigenen persönlichen Vorstellungen auseinanderzusetzen. Und genau das war auch das Ziel dieses 1. Jugendkunstpreises. Mit dieser Ausstellung ist das in hervorragender Weise gelungen.“

Landrat Detlev Kohlmeier, Vorsitzender des Landschaftsverbandes Weser-Hunte e.V., betonte in seinem Grußwort: „Mit dem Landschaftsverband Weser-Hunte fördern wir die Kultur in den Landkreisen Nienburg und Diepholz, oft finanziell oder durch Beratung der Kulturschaffenden, aber immer wieder auch mit eigenen Projekten. Ein solches ist auch der 1. Jugendkunstpreis im Landkreis Nienburg/Weser.“ In seiner Rede richtete Detlev Kohlmeier einen ausdrücklichen und persönlichen Dank an Initiatoren, Unterstützerinnen und Unterstützer des Projektes, das gerade in seiner Entwicklung und Entstehung eine besondere Herausforderung darstellte. Insbesondere dankte er der Jury, zusammengesetzt aus Olga Suin de Boutemard, Ronja Landtau, Jochen Ruopp und Matthias Tofaute, für ihre fachliche und kompetente Bewertung der eingereichten Werke.
Der Vorsitzende zeigte sich erfreut, dass die jungen Nachwuchskünstlerinnen und -künstler aus dem gesamten Kreisgebiet kommen – von Hoya bis Steyerberg, von Pennigsehl bis Rehburg-Loccum und stellte mit Blick auf die Bilder und Objekte fest: „Da sind sehr viele Gedanken anschaulich sichtbar gemacht, man sieht Städte der Zukunft und fliegende Objekte, man sieht Gesichter von Menschen, das alles auffällig oft im Kontext von Umweltthemen und dabei eher skeptisch als zuversichtlich. Die damit zum Ausdruck kommende Besorgnis der jungen Menschen gelte es ernst und sich ihrer als Verantwortungsträger aktiv anzunehmen.“
Neben den Preisträgerinnen haben alle weiteren Wettbewerbersteilnehmerinnen und -teilnehmer eine Urkunde erhalten. Zudem sind die Werke aktuell im Foyer des Nienburger Theaters zu den Spielzeiten zu sehen.
Eine weitere Gelegenheit bietet sich am Montag, 20. Mai, um 17 Uhr anlässlich der Finissage.